Hersel: Rheinlage nicht nur für Reiche

BORNHEIM-HERSEL. 
Mit Kritik wurde nicht gegeizt: Zu hoch und zu massiv seien die drei geplanten Mehrfamilienhäuser, die an der Bayerstraße oberhalb des heutigen Sportplatzes entstehen sollen. Das war die überwiegende Meinung der mehr als 50 Herseler, die zur Anliegerversammlung in die Werth-Schule gekommen waren.
Schöne Aussicht: Rund um das am Rhein gelegene Sportgelände soll gebaut werden. Foto: Wolfgang Henry

Der ehemalige Ortsvorsteher Theo Hopstein sorgte sich, dass der neue Sportplatz auch wirklich gebaut und der Spielbetrieb sichergestellt werde. "Wir sind aus unserer Erfahrung sehr misstrauisch", sagte er. Seit 30 Jahren werde dem Sportverein TuS Germania Hersel ein neuer Sportplatz versprochen. Der Bebauungsplan solle daher erst beschlossen werden, wenn die Verlagerung des Sportplatzes gesichert sei.

 

Diesen Zeitplan bestätigte Schier: Zunächst werde ein neuer Sportplatz in der Nähe des Friedhofs errichtet, dann könne das heutige Sportareal umgewandelt und das Mehrfamilienhaus auf dem Parkplatz gebaut werden.

 

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Artikel vom 02.02.2012

TuS Germania Hersel darf hoffen

Von Werner Meyer

 

Bornheim-Hersel. Noch ist es eine Gleichung mit einigen Unbekannten. Doch eine Lösung für den seit vier Jahrzehnten geforderten neuen Sportplatz des TuS Germania Hersel an der L 300 zeichnet sich ab. Die Grundstücke für einen Kunstrasenplatz, einen Bolzplatz mit Naturgras und ein Vereinsheim besitzt die Stadt bereits. Die Verantwortlichen des TuS warten händeringend auf die neue Anlage.

Vorfreude: (von links) Günter Dumjahn, Udo Pieper, Bernd Großmann, Peter Ziegler, Frank Gudra, Arnfried Wiegand. Foto: Meyer

 

Häufig ein See: Der Sportplatz am Herseler Rheinufer soll schon seit Jahrzehnten einen "trockenen" Nachfolger bekommen. Foto: Henry

 

"Das wird dem Verein einen Schub nach vorne geben", sagt Vorsitzender Günter Dumjahn, an seiner Seite nicken Vertreter Arnfried Wiegand, Frank Gudra, Udo Pieper, Peter Ziegler und Bernd Großmann.In Bornheim ist davon die Rede, dass es nun voran gehen könnte. "Es gibt noch einige Dinge zu klären. Aber wenn alles gut läuft, könnte schon im kommenden Jahr mit dem Bau der Anlage an der L 300 neben dem Friedhof begonnen werden", meint Bürgermeister Wolfgang Henseler.


Wenn der Verwaltungschef auch nicht über eine mögliche Finanzierung sprechen will und bei dem Gesamtthema auf die Entscheidungen der Kommunalpolitiker verweist, zeichnet sich nach Informationen des General-Anzeigers eine "Herseler Lösung" ab. Bekanntlich ist die Stadt in der Haushaltssicherung und darf kein zusätzliches Geld ausgeben, sonst würde die Kommunalaufsicht den Haushalt nicht genehmigen.


Allerdings hat die Stadt in Sportplatznähe am Rhein verschiedene Grundstücke, die verkauft werden könnten: Die Fläche der früheren Kläranlage und der angrenzende Parkplatz an der Bayerstraße sowie das Gelände des TuS mit Jugendheim ließen sich vermarkten, wenn der Sportplatz und die Germania an die Landstraße zögen. Den Gewinn müsste die Stadt grundsätzlich zur Schuldentilgung einsetzen. Da jedoch der Wegzug der Sportler Voraussetzung für den Verkauf wäre, könnten sich Stadt und Kreis als Aufsicht auf einen Kompromiss einigen.


Henseler und der Technische Beigeordnete Manfred Schier sehen auch die Wechselkröte als möglichen Störenfried der Planungen. "Schon bei der Umgehungsstraße L 183n hat deren Population für Verzögerungen gesorgt. Es gibt diese schützenswerte Kröte auch an der L 300. Da wir zwischen Erftstraße und Roisdorfer Straße die Wohnhäuser, den Golfplatz und die Sportanlage des TuS zusammen planen, müssen mögliche Investoren auch den Lebensraum der Wechselkröte garantieren. Das werden wir in die Planung einarbeiten. Sonst werden Naturschützer mit Recht das Vorhaben beanstanden. Das wird ein Fachbüro begleiten."


Der Sportplatz am Rhein soll als Biotop der Naherholung bieten. Ein Knackpunkt der Planung an der viel befahrenen L 300 sind die Raser auf der gut ausgebauten Straße. Daher ist an der Kreuzung Erftstraße eine Ampel mit Mittelinsel geplant. Da bestehe aber noch Abstimmungsbedarf mit dem Landesbetrieb als Straßenbaulastträger. "Und wir müssen mit den Kindern und Jugendlichen reden, dass sie vorsichtig sind. Rennen zum Platz hin oder Spielfreude her, Vorsicht vor den Rasern."


Die Germania freut sich riesig auf den neuen Platz. "Wir werden allerdings auch kräftig anpacken und Eigenleistung bringen müssen", sind sich die Sportler sicher. Denn nach ihrer Auskunft will die Stadt nur den Rohbau des neuen Vereinsheims an der früheren B 9 bauen. Und sammeln. Denn ihnen wird auch eine willkommene Einnahmequelle wegbrechen: "Bisher hatten wir bei den Heimspielen im Schnitt 150 Zuschauer. Bestimmt ein Drittel waren Radfahrer und Wanderer, die eher zufällig kamen. Und am Büdchen eine Wurst aßen. Laufkundschaft in dem Sinne werden wir da oben nicht haben", vermutet Schatzmeister Peter Ziegler.

 

Artikel vom 13.07.2011

Manfred Schier bleibt Erster Beigeordneter in Bornheim

Von Werner Meyer

 

"Und wir haben den Bereich Hersel/Roisdorf komplett neu geordnet. Es sollen ein Wohngebiet, ein Golfplatz und ein Sportplatz in Hersel entstehen."

 

General-Anzeiger

 

Artikel vom 12.11.2010

General Anzeiger: "Alle werden glücklich sein" Komentar

 

Von Werner Meyer

 

Da gab es doch nichts zu überlegen. Die Kombination für Hersel klingt verlockend. Attraktion Nummer eins: Ein Golfclub mit vielen schlagenden Sportlern, die nicht nur aus Bornheim kommen, sondern aus dem weiteren Umgfeld. Sie kommen über Autobahn und Landstraße, müssen durch keine Wohngebiete.

 

Die Germania bekommt ihren trockenen Platz, muss nicht bei der Planung der Turniere erst die Wasserstandsmeldungen abfragen. Und Bornheim bekommt ein Wohngebiet in bester Lage, das sicher zu den ersten Adressen der Stadt gehören wird. Naherholung garantiert neben Loch Acht und am Rhein. Dazu gibt es Geschäfte in der Nähe.

 

Und so überlegten die Komminalpolitiker nicht lange und brachten diese Chance auf den Weg. Der Trick an der Planung: Ein Vorhaben geht ins andere über. Für den Golfplatz zeichnet eine AG verantwortlich, nun sucht man einen Investor, der Grund und Boden kauft. Mit dem Gewinn aus dem Wohngebiet muss er dann die Sportanlage errichten. Und siehe da: Alle werden glücklich sein.

 

Artikel vom 30.01.2009

General Anzeiger: "Golfen, Wohnen und Erholen in Hersel"

Politiker bringen Plan auf den Weg. Investor darf Häuser bauen und muss im Gegenzug den Fußballplatz errichten. Auch zum 9-Loch Golfplatz inklusive Driving Range werden nun konkrete Aussagen gemacht. Neben dem Kunstrasenplatz soll eine 90 mal 66 Meter große Multifunktionsfläche entstehen. Mehr im General Anzeiger vom 30.01.2009

General Anzeiger: "Schwierige Trennung vom Sorgenkind"

Eine skeptische Darstellung der Pläne rund um den Fußballplatz, der jenseits der B9 hinter dem Friedhof entstehen soll. Es soll ein Kunstrasenplatz werden, umgeben von einem Golfplatz. Das Geld soll aus der Vermarktung des zur Baufläche erklärten Gebietes nördlich der Roisdorfer Straße kommen. Je besser der Verkauf ist, desto schneller kommt der Platz. Eine weitere Episode des mittlerweile 40jährigen Geplänkels?